Alle Neuheiten Klassik

- CDFriedrich Goldmann

Björn Lehmann
Various
Goldmann:Klavierwerke,KammermusikVeröffentlichung: 26.06.2009 Bereits in den fünfziger Jahren unternahm Friedrich Goldmann als Mitglied des Dresdner Kreuzchores erste Versuche auf dem Gebiet der Komposition. Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik in Dresden im Fach Komposition bei Johannes Paul Thilman wurde er Anfang der sechziger Jahre Meisterschüler bei Rudolf Wagner-Régeny und Leo Spies an der Akademie der Künste in Berlin und arbeitete als musikalischer Mitarbeiter am Berliner Ensemble. Nach Abschluss eines weiteren Studiums der Musikwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin erhielt er erste Aufträge für Kompositionen und war seitdem als freischaffender Komponist (bis 1991) und als Orchesterdirigent tätig. Die auf dieser CD vorliegenden Kompositionen von Friedrich Goldmann markieren eine Zeitspanne von über 40 Jahren – von den zwei Intermezzi für Klavier von 1963 über Klavierwerke aus den 70er und 80er Jahren bis zu dem 2006 entstandenen Ensemblestück „Linie/Splitter 2“. Eine wunderbare Zusammenstellung mit exemplarischer Bedeutung – zumal über aller Individualität der einzelnen Stücke die Gemeinsamkeit der Kompositionsverfahren deutlich hervortritt.

CDNiccolo Paganini
Kristóf Baráti
Eiji Oue
NDR Radiophilharmonie
Violinkonzerte 1 & 2Veröffentlichung: 15.05.2009 Label/Verlag: BERLIN Classics Wie vom Teufel besessen scheint der junge Geiger Kristóf Baráti auf seiner Berlin Classics Debut-Aufnahme. Wenigstens spielt er die ersten beiden Violinkonzerte des Teufelsgeigers und Komponisten Niccolò Paganini so, als kenne er keine irdischen Grenzen. Die schnellen Passagen wirken so, als hätte Baráti sein Leben lang nichts anderes gemacht, als diese seiner Stradivari zu entlocken. In den ruhigen Stellen überzeugt der Künstler durch Ausdruck und Einfühlsamkeit und lässt sein Instrument wahrlich singen. Der Dirigent Eiji Oue führt die Radiophilharmonie des NDR Hannover zu einem transparenten und dynamischen Klangbild, welches sich harmonisch mit dem des Solisten in einer teuflisch-schönen Einspielung verbindet.

CDJohannes Brahms
Anna Gourari
Die Späten Klavierstücke OP.116-119Veröffentlichung: 17.04.2009 Label/Verlag: BERLIN Classics Anna Gourari spielt die späten Klavierstücke von Johannes Brahms – diese Neuaufnahme ist von vielen mit Spannung erwartetet worden und ist zugleich das Debüt der russischen Pianistin auf dem Label Berlin Classics. Lagen die Schwerpunkte bislang im russischen und modernen Repertoire, wird ihre Beschäftigung mit dieser alles andere als gewöhnlichen Musik sicher einiges an Aufsehen erregen. Johannes Brahms hatte sich zu Beginn der 1890er Jahre bereits allmählich vom Komponieren verabschiedet, doch abseits hochfliegender Pläne oder Aufträge fand er wieder Freiheit, Zeit und Muße, noch einige wenige, dafür um so persönlichere und kostbarere Werke zu schreiben. Für die Klavierstücke op. 116-119 gilt dies ganz besonders, und Anna Gourari vermag die intensiven emotionalen und strukturellen Besonderheiten dieses Mikrokosmos in berührender Weise zur Einheit zu bringen. Gelobt für ihr "fast mystisches Klavierspiel" ist Anna Gourari äußerliche virtuose Glasur fremd, die für diese Musik tödliches Gift wäre. Im Gegenteil verhilft sie auch den intimen, fast kargen Momenten zu einem stillen, jedoch intensiven Blühen.

CDGeorg Friedrich Händel
Ragna Schirmer
Die KlaviersuitenVeröffentlichung: 13.03.2009 Label/Verlag: BERLIN Classics Ihr gefeiertes CD-Debüt mit den Bachschen Goldbergvariationen liegt bereits einige Jahre zurück und mittlerweile kann Ragna Schirmer eine vielfältige Diskographie vorweisen. Zum 250. Todestag von Georg Friedrich Händel hat die zweimalige Bachpreisträgerin sich nun erneut der Barockmusik zugewandt, und dies mit einem sehr ambitionierten Projekt: Mit ihrer neuen Aufnahme legt sie auf drei randvollen CDs die Ersteinspielung der kompletten beiden Bände der Klaviersuiten von 1720 und 1733 auf einem modernen Flügel vor. Die sechzehn Werke erweisen sich unter ihren Händen als Schöpfungen jeweils eigenen Charakters, denen die ECHO-Klassik-Gewinnerin mit Einfühlungsvermögen, sicherem Stilgefühl und auch mit improvisatorischem Können individuelles Leben einhaucht.

CDGeorg Friedrich Händel
Simone Kermes
Lautten Compagney
Wolfgang Katschner
La Diva-Arias for CuzzoniVeröffentlichung: 13.03.2009 Label/Verlag: BERLIN Classics Händels Opern sorgten in London für Furore, denn das Publikum ließ sich nur allzugern von dessen hochemotionalem Musiktheater mitreißen. Vor allem die Sängerinnen, die dabei die Hauptrollen verkörperten, waren Attraktion, Starrummel sondergleichen inklusive. Einer der größten Stars am Londoner Opernhimmel war die italienische Sopranistin Francesca Cuzzoni, für die Händel nicht nur unsterbliche Musik geschrieben, sondern auch so manchen Diven-Strauß ausgefochten hat. Starsopranistin Simone Kermes, von "Opera News" als "Queen of Baroque" bezeichnet, präsentiert nun im Händel-Jahr auf ihrer neuen CD eine vielfältige Auswahl an Opernarien, die Händel der Cuzzoni auf den Leib schrieb. Etliche dieser Arien wurden zu echten Hits der Barockmusik, daneben gibt es aber immer noch Schätze zu heben: die beiden Anhangs-Arien aus "Rodelinda" werden hier erstmals auf CD vorgelegt! Profunde Spezialisten der Barockoper, die Berliner Lautten Compagney unter Wolfgang

- CDVarious

Peter Anders
Anny Schlemm
RIAS-Unterhaltungsorchester
Rias-Symphonie-Orchester
Ferenc Fricsay
Peter Anders RecitalVeröffentlichung: 26.06.2009 Label/Verlag: audite Diese Doppel-CD mit zum Teil raren Berliner Rundfunkaufnahmen von 1949–1951, immer wieder auch mit Ferenc Fricsay am Pult des RIAS-Orchesters, dokumentiert mustergültig Peter Anders einzigartige Begabung im lyrischen wie im dramatischen Tenorfach als leichtherziger, aber stilistisch feinsinniger Operettenheld und als sensibler Liedinterpret. Als erstklassige Partner von Anders sind hier in einer großzügigen „Gräfin Maritza“-Auswahl Anny Schlemm, als Violetta, Elfriede Trötschel im kompletten dritten „Traviata“-Akt, Martha Musial in „Andrea Chenier“-Ausschnitten sowie der beste deutsche Verdi-Bariton Josef Metternich zu hören.

- CDVarious

Franz Schubert
Manuel De Falla
Modest Peter Mussorgsky
Igor Markevitch
Rias-Symphonie-Orchester
Sinf.3/Der Dreispitz/Bacchus Et ArianeVeröffentlichung: 26.06.2009 Label/Verlag: audite Igor Markevitch verkörperte in der Nachkriegszeit einen modernen Typus des Dirigenten, für den rhythmische Präzision, Transparenz des Orchesterklangs und formale Ausgewogenheit die entscheidenden Kriterien der Darstellung waren. Nicht selten rückte er dabei die Werke in ein neues, bisher unbekanntes Licht. In den vorliegenden Aufnahmen mit dem RIAS-Sinfonie-Orchester aus den 50er Jahren erfährt Schuberts 3. Sinfonie eine geistvollelegante Deutung, während die Ballett-Suiten von Roussel und de Falla leuchtende Farben und faszinierenden Schwung erhalten. Von der besonderen Affinität, die der in Kiew geborene Markevitch zum russischen Repertoire besaß, zeugt seine eigene Orchestrierung von Mussorgsky-Liedern, die er in Berlin mit der lettischen Sopranistin Mascia Predit zur Aufführung brachte.

CDVarious
The Complete RIAS RecordingsVeröffentlichung: 15.05.2009 Label/Verlag: audite Die Konzerte, die Wilhelm Furtwängler zwischen 1947 und 1954 mit dem Berliner Philharmonischen Orchester gab, wurden großenteils vom RIAS Berlin aufgezeichnet. Sie alle sind in dieser CD-Box dokumentiert. Der Edition liegen erstmalig die Originalbänder aus dem RIAS-Archiv zu Grunde. Dadurch konnte auch technisch eine bisher unerreichte Qualität erzielt werden. Zudem werden einzelne Aufnahmen als Erstveröffentlichung präsentiert, so z.B. das Fortner Violinkonzert mit Gerhard Taschner. Die RIAS-Aufnahmen sind Dokumente von historischem Rang. Im Repertoire steht im Zentrum die Symphonik zwischen Beethoven, Brahms und Bruckner. Sie wird ergänzt durch Werke von Bach und Händel wie auch von damals aktuellen Komponisten wie Hindemith, Blacher und Fortner. Das Prinzip der Konzentration galt für die Programme, die Furtwängler zusammenstellte und aus denen sich jeweils eine bestimmte Idee herauslesen lässt. Einige Werke, die dritte, fünfte und sechste Sinfonie Ludwig van Beethovens und die dritte Sinfonie von Johannes Brahms sind in jeweils zwei Interpretationen enthalten. Sie zeigen, wie Furtwängler bei einer klaren Grundauffassung unterschiedliche Aspekte eines Werkes hervorzuheben wusste und wie er die konkrete Interpretation auch vom Kontext innerhalb eines Programms abhängig machte.

- CDJohann Sebastian Bach

Sasso/Insieme Strument.Roma
Italienischer GustoVeröffentlichung: 05.06.2009 Label/Verlag: Stradivarius Giorgio Sasso präsentiert mit dem Ensemble Insieme Strumentale di Roma Violin-Transkriptionen von Klavier-Konzerten Johann Sebastian Bachs. Die Transkriptionen sollen dabei nicht den Beweis erbringen, dass Bach ursprünglich die Violine als Soloinstrument vorgesehen hat. Um seiner Auftragslage als Hoforganist, Konzertmeister, Chorleiter und schließlich als Kantor gerecht zu werden, nutzte Bach zu Lebzeiten oft eigene Kompositionen und adaptierte diese für verschiedene Anlässe. Dieser Gedanke ist auch die Grundlage der vorliegenden Einspielung: die Konzerte in einem neuen, interessanten Arrangement zu zeigen, gespielt auf historischen Instrumenten.

- CDOttorino Respighi

Deita Silvane/Liriche Da CameraVeröffentlichung: 05.06.2009 Label/Verlag: Stradivarius Der kompositorische Ursprung der vorliegenden Lieder von Ottorino Respighi liegt in dessen Liebe zur musikalischen Vergangenheit. Respighi wendete sich der italienischen Musik des Barock und der Renaissance zu, um dieser Musik in seinen Kompositionen ein neues, modernes Klanggewand zu geben. Die Sopranistin Gemma Bertagnolli und der Pianist Aldo Orvieto zeigen auf Deità silvane in eindrucksvoller Weise, wie Respighi in seinen Liedern die Stile verschiedener Epochen in einem harmonisierenden Klangbild vereint.

- CDNeue Vocalsolisten Stuttgart

Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin
Ronchetti:Schiffbruch mit ZuschauerVeröffentlichung: 05.06.2009 Label/Verlag: Stradivarius Es gibt Komponisten, die mühelos verstanden werden können und in ihren Werken einen benennbaren künstlerischen Nenner bieten. Die in Rom geborene Komponistin Lucia Ronchetti ist keine Künstlerin dieses Typs. Sie widersteht leichten Kategorisierungen und schneller Definitionen. Es ist nicht leicht, ihre Arbeit in Wörter zu fassen oder auf andere Weise zu ergreifen. Ihre Kompositionen bestechen durch Vielfältigkeit – einzelne Besonderheiten scheinen im gesamten Kontext zu verschmelzen. Die auf dieser CD enthaltenen Arbeiten spiegeln diese Varietät eindrucksvoll wider.




